Fastentipp #6: E wie Einheit in der Vielfalt

Fastentipp #6: E wie Einheit in der Vielfalt

Jeder Mensch ist anders und das ist auch gut so! Wenn wir alle gleich wären, dann wäre das Leben langweilig. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir Menschen nicht gleichwertig sind! Jeder Mensch ist gleich viel wert, egal ob Mann oder Frau, egal welche Hautfarbe, ethnische Herkunft, sexuelle Orientierung oder Religion man hat, egal, ob man Bayern oder Schalke Fan ist. 

„Das ist für mich Frieden: Liebe – egal welche Staatsangehörigkeit du hast“. 

Diese Aussage machte Rodolph, der Protagonist der diesjährigen Jugendaktion.  Er  ist einer von rund 500.000 Palästinenser*innen, die seit 70 Jahren, bereits in der 5. Generation,  dort leben. Sie  werden wegen ihrer ethnischen Herkunft diskriminiert. Die meisten haben immer noch den Flüchtlingsstatus, also nicht die libanesische Staatsbürgerschaft und dadurch nur schwer Zugang   zum Bildungssystem. 

Was bedeutet eigentlich Diskriminierung?

Das Wort Diskriminierung kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Unterscheidung“.  Es beschreibt also die Tatsache, dass Menschen ungleich behandelt werden. Diskriminierung beruht meist auf verschiedene Eigenschaften des Menschen wie Hautfarbe, Herkunft, Religion oder Alter. In den meisten Fällen ist es eine Gruppe von Menschen, die ungerecht behandelt wird. 

Diskriminierung entsteht meist durch Vorurteile, d.h. durch eine  Meinung, die wir uns über eine Person oder eine Gruppe gebildet haben ohne eine persönliche Erfahrung mit dieser Person oder Gruppe gemacht zu haben. Aufgrund dieser Vorurteile behandeln wir manche Menschen anders als andere. 

Es ist ganz normal, dass wir Vorurteile haben, denn  so wird die Vielzahl an Informationen, die täglich auf uns Menschen einströmen, geordnet. Dennoch ist es wichtig sie zu erkennen und zu wissen, dass sie oft gar nicht stimmen, vor allem nicht für eine ganze Gruppe. 

Was wird getan gegen Diskriminierung? 

Die Menschenrechte sollen Menschen vor Diskriminierung schützen. Im folgenden Video  könnt ihr euch anschauen, wovon genau die Rede ist: 

Hier unser Tipp, wie du deine Vorurteile abbauen kannst: 

  • Werde dir der Vorurteile Bewusst, die du hast:  Stelle dir folgende Fragen: Wann hab ich Vorurteile? Welchen Menschen lasse ich kaum eine Chance? Jede und Jeder von uns hat Vorurteile und wir kennen diese ja auch. Egal ob diese das Geschlecht, die Herkunft oder das Aussehen betreffen.
  • Hinterfrage deine Vorurteile: Habe ich selbst schon mal Erfahrungen gemacht, die meine Vorurteile bestätigen? Hierbei ist es wichtig, dass du dich auch auf Erfahrungen basierst, die dem Vorurteil widersprechen. 
  • Werde dir der Vorurteile anderer bewusst: So, wie du Vorurteile hast, haben das auch alle anderen Menschen – auch gegen dich. Egal zu welcher Gruppe du gehörst, es wird immer eine Schublade geben, in die man dich reinsteckt und aus der du nur schwer rauskommst. Es ist wichtig, dass du dir dessen bewusst wirst, damit du merkst wie ungerecht dies ist und leichter deine eigenen Vorurteile abbauen kannst.  
  • Gehe mit allen Menschen so um, wie du auch möchtest, dass mit dir umgegangen wird: Wenn du dir deiner Vorurteile und denen von anderen Menschen bewusst bist, kannst du aktiv gegen diese vorgehen. Das bedeutet: Sieh in jedem Menschen nur eben einen Menschen und behandle ihn so, wie du gerne behandelt werden möchtest. Du wirst sehen: ein Lächeln oder nette Worte sind ansteckend – und alles andere als gefährlich!