Fastentipp #5: D wie Deine Heimat

Fastentipp #5: D wie Deine Heimat

Wie bereits erwähnt, ist das Zielland der diesjährigen Jugendaktion der Libanon, ein Land,  in dem Konflikte, Unruhen und Ungerechtigkeit auf der Tagesordnung stehen. Hier in Europa und spezifisch in Deutschland spielt sich unser Leben zwar nicht in einem Kontext von Krieg ab, dennoch scheint es immer schwieriger geworden zu sein, friedlich miteinander auszukommen.

In einem Zeitalter, in dem soziale Medien nicht mehr wegzudenken sind, spielen sich Hass und Hetzte immer öfter im Netz ab. Ob auf Facebook, Twitter, Instagram oder WhatsApp, 96% aller deutschen User*innen zwischen 14 und 24 Jahren haben schon den sogenannte „Hate speech“  gesehen oder erlebt. 

Was genau ist „Hate speech“? 

Hate speech, auf Deutsch Hassrede,  bedeutet, dass verletzende Worte gezielt gegen eine Person oder eine Gruppe von Personen gerichtet werden oder zu Hass und/oder Gewalt gegen sie aufgerufen wird. Oft sind dies rassistische, antisemitische oder sexistische Kommentare. 

Im folgenden Video kannst du dir anschauen, welche Folgen „Hate Speech“ hervorrufen kann: 

Warum äußern Hater*innen solche Kommentare (vor allem im Netz)?

Soziale Umstände allein, zum Beispiel die Tatsache, dass man reich oder arm ist, rufen keinen Hass hervor. Er bricht erst dann aus, wenn soziale Probleme als Gefahr für eine*n selbst gesehen werden. Die Probleme können real oder eingebildet sein. 

In Deutschland ist beispielsweise die Flüchtlingskrise instrumentalisiert worden, um einen angeblich schlechten Einfluss der Flüchtlinge auf die finanzielle Sicherheit und die kulturelle Identität der Bevölkerung zu konstruieren. 

No-Hate-Speech Movement : 

Die No-Hate-Speech Kampagne ist eine Initiative des Europarates gegen Hass, besonders im Netz. Es gibt auch einen Ableger dieser Initiative in Deutschland, das sogenannte No-Hate-Speech Movement Deutschland.  Ziel dieser Kampagne ist es, Betroffene zu stärken und sich mit ihnen zu solidarisieren. Außerdem möchte die Kampagne auf Hass und Hetze im Netz aufmerksam machen, indem negative Konsequenzen aufgezeigt werden. 

Unser Tipp für dich: 

Wenn du im Netz auf Hassreden stößt, dann kannst du diese mit der sogenannten „Counterspeech“ entgegnen, indem du  deutlich machst, dass du Diskriminierungen, Generalisierungen und Herabwürdigungen nicht einfach hinnimmst. Erwidere Hass nicht mit Hass, sondern mit Humor, Argumenten und neuen Perspektiven. 

Denn: „Mit einer geballten Faust kann man keinen Händedruck wechseln“ (Indira Gandhi)

Diese und einige weitere Kommentare und Gifs findet ihr unter https://no-hate-speech.de/de/kontern/fuer-gegen-alle-hate-speech/, um Hatern*innen im Netz auf freundliche und humorvolle Art zu kontern.