Fastentipps

Hier findest du jede Woche einen neuen Fastentipp.


  • Ändere deinen Alltag

    Fastentipp 7 – Verändere deinen Alltag!

    Mal ehrlich: wie häufig hast du schon darüber nachgedacht, etwas in deinem Leben oder an dir zu ändern? Eigentlich könnte man mal… Oder: Irgendwann möchte ich vielleicht…

    Überlegungen, die man im Stress des Alltags vergisst. Ideen, die auf irgendeiner Wunschliste landen. Oder Wünsche an sich selbst, die man sich nicht umzusetzen traut.

    Tipp:

    Mache dir in dieser Woche nicht nur Gedanken oder notiere deine Wünsche, sondern setze sie in die Tat um! Mache Dinge, die du dich sonst nicht traust oder die du normalerweise nicht machst. Dinge, die anderen vielleicht verrückt erscheinen mögen, aber dir nicht. Gib dir einen Ruck! Überrasche dich selbst und verändere etwas in deinem Alltag! Was kann schon passieren? Sei stolz auf dich, sei glücklich und lache unter Umständen über dich selbst. 🙂


  • Fastentipp 6 – Artgerecht

    Mittlerweile gibt es viele Bio-Supermärkte und Bio-Lebensmittel im „normalen“ Supermarkt. Dass die Lebensmittel weniger mit Pflanzenschutzmitteln belastet sind als konventionelle Produkte, ist bekannt. Der Mensch isst gesünder mit Bio-Produkten, weil die Lebensmittel weniger mit Schadstoffen belastet sind. Das ist auch gut für das Klima – vor allem, wenn es sich dabei um regionale und saisonale Produkte handelt. Bio-Produkte, die um die halbe Welt reisen, können in der Klimabilanz wieder schlecht sein. Aber was bedeutet „bio“ für Tiere und ihre Haltung? Was macht den Unterschied?

    Beim Bio-Fleisch ist der Preisunterschied zu konventionellen Produkten am größten. Im Gegensatz zum konventionellen Betrieb werden die Tiere anders gehalten. Das macht sich beim Preis bemerkbar. Die Tiere haben etwas mehr Platz, verpflichtenden Auslauf, teureres Bio-Futter und haben nach dem Antibiotikaeinsatz die doppelte Wartezeit auf das Fleisch als es im konventionellen Bereich der Fall ist. Die Tiere sollten sich wohlfühlen und ihre artgerechten Verhaltensweisen ausleben können. Das klappt nicht immer optimal, ist aber schon ein Schritt in die richtige Richtung.

    Und dann wären da noch die Bio-Eier – wo es gerade auf Ostern zugeht – und Bio-Milchprodukte. Bio-Legehennen haben zum Beispiel mehr Platz als Legehennen in konventionellen Betrieben. 3.000 Tiere sind im Stall erlaubt, max. 6 Hennen auf 1m2. Bei konventionellen Legehennen sind bis zu 20.000 Tiere im Stall mit max. 12 Hennen pro 1m2. Wer es genau wissen will kann im Blog von Alnatura nachschauen.
    Grundsätzlich lässt sich beim Kritischen Konsum sagen, dass es sich lohnt, mehr Wert auf die Qualität der Lebensmittel zu legen und generell weniger Fleisch (und tierische Produkte) zu essen.

    Tipp:

    Was brauchst du zum Leben? Welchen Wert haben Lebensmittel für dich? Wie wichtig ist dir artgerechte Haltung? Was kannst du tun? Informiere dich bei einem Landwirt oder einer Landwirtin vor Ort oder in deiner Umgebung und überlege dir realistische Konsequenzen für deinen Konsum und dein Einkaufsverhalten!

    Informieren kannst du dich über Bio-Lebensmittel bei Kritischerkonsum.de.


  • Fastentipp 5 – Entdecker-Spaziergang

    Vieles von dem, was im Alltag passiert, ist selbstverständlich. Jede und jeder hat ihren und seinen festen Tages- und Wochenrhythmus. Aber nimmst du auch Alltägliches wahr? Sind dir dein Leben und deine Umwelt bewusst oder rauscht alles an dir vorbei? Hast du Zeit zum Wahrnehmen?

    Tipp:

    Mache in dieser Woche einen Spaziergang! In deinem Wohnort und deiner Umgebung. Geh auf‘s Land, durch Felder und Wälder, durch Parks und an den See.

    Beobachte deine Umgebung und die Natur mit neuen Augen – als würdest du sie zum ersten Mal sehen. Welche Dinge fallen dir auf? Was ist interessant? Worüber kannst du schmunzeln oder dich freuen? Was wirft Fragen auf? Und was zaubert ein Lächeln auf dein Gesicht?

    Wenn du magst, dokumentiere diese Dinge – als Liste oder Foto – und teile sie mit deinen Freundinnen und Freunden oder auf unserer facebook-Seite.


  • Fastentipp 4 – Entlaste deine Erde!

    Die Fastenzeit hat – wie ihr Name schon sagt – auch immer etwas mit Fasten und Verzicht zu tun. Verzichten ist leider nur oft nicht unsere Stärke. Ganz deutlich zeigt das der „Earth Overshoot Day“ („Erderschöpfungstag“ oder „Erdüberlastungstag“). Dieser Tag markiert den Tag im Jahr, ab dem wir Menschen aus ökologischer Sicht über unseren Verhältnissen leben. Fiel dieser Tag im Jahr 2000 „noch“ auf Anfang Oktober, lag er 2015 schon auf dem 13. August und im vergangen Jahr sogar schon auf dem 08. August. Die Menschen leben momentan so, als stünden ihnen die Ressourcen von 1,6 Erden zur Verfügung. Wenn alle Menschen so leben würden wie wir in Deutschland es tun, bräuchten wir dafür sogar 3,6 Erden (vgl. Global Footprint Network).

    Tipp:

    Zum einen muss natürlich die Politik an dieser Stelle eine zentrale Verantwortung übernehmen. Zum anderen ist aber auch jede und jeder einzelne von uns verantwortlich.

    • Wie ist dein Umgang mit der Umwelt? Dein Konsum? Was tust du für unsere Erde?
    • Wie bewegst du dich im Alltag fort: Fährst du Auto oder mit dem Rad?
    • Wenn du isst: Kaufst du, was dich im Regal des Lebensmittelmarktes „anlächelt“ oder kaufst du regionale und faire Produkte und verzichtest darauf, täglich Fleisch zu essen?
    • Wenn du deinen nächsten Urlaub planst: Fliegst du oder fährst du mit der Bahn?

    Stelle dir diese Fragen regelmäßig in deinem Alltag. Sie helfen, bewusster zu leben. Ziehe Konsequenzen aus deinem Konsum und rette die Welt – zumindest ein bisschen.

    Auch der BDKJ hat sich Gedanken zu diesem Thema gemacht: Auf seiner Homepage kannst du dich zum Thema „Kritischer Konsum“ schlau machen.


  • Ein Mann kehrt einen Parkplatz

    Fastentipp 3 – Wer arbeitet für mich?

    Wer arbeitet eigentlich für mich, damit ich so leben kann, wie ich lebe?

    Du wachst auf. Du schaust – noch bevor du aufstehst – kurz aufs Smartphone. Du duscht dich, putzt dir die Zähne, rasierst dich vielleicht oder schminkst dich. Du ziehst dir deine Kleidung an und legst deine Uhr um. Du machst dir ein belegtes Brot und trinkst dazu einen Kaffee mit einem großen Schuss Milch, dabei hörst du Radio. Du fährst zur Schule, Universität oder Arbeit und hast dabei deinen mp3-Player oder iPod in den Ohren.

    Ein ganz normaler Morgen mit der alltäglichen Routine, der nur dich allein betrifft. Nur dich allein? Bist du dir da sicher? Für all das, was wir ganz alltäglich benutzen und was wir für „normal“ halten, arbeiten anderswo Menschen – Menschen, die in ihren Grundrechten zum Teil stark beschnitten werden.

    Tipp:

    Vor einiger Zeit hat die Website Slaveryfootprint für Aufsehen gesorgt, auf der man ausrechnen lassen kann, wie viele Sklavinnen und Sklaven für jede oder jeden ganz persönlich arbeiten. Als Sklavin oder Sklave sieht das Projekt Menschen an, die gezwungen sind zu arbeiten und dafür nicht bezahlt werden, die ökonomisch ausgebeutet werden und dieser Situation nicht entkommen können.
    Auch wenn die Anzahl an Menschen, die für jede und jeden von uns arbeiten, nur eine grobe Annäherung ist (es wird z. B. nicht einberechnet, ob Schuhe getragen werden, bis sie kaputt sind, wie häufig du dir ein neues Smartphone kaufst oder ökofair einkaufst), macht diese Zahl betroffen und nachdenklich. Welchen Wert hat dein „normaler Alltag“? Wie gerecht ist die Welt? Und was kannst du tun?

    Erste Tipps und Anregungen kannst du hier finden:
    www.kritischerkonsum.de
    https://www.misereor.de/informieren/fairer-handel/
    http://www.gepa.de/mitmachen/das-koennen-sie-tun/kritischer-konsum.html
    https://utopia.de/


  • Fastentipp 2 – Suche und finde Liebe!

    Mit der Vorbereitung auf das bevorstehende Osterfest ist auch das Bewusstmachen von Gottes unendlicher Liebe zu uns Menschen verbunden.

    Liebe, ein kleines Wort, das doch so viel Bedeutung hat. Dieses kleine Wort verbindet uns Menschen auf der ganzen Welt. Jede und jeder kennt das Gefühl zu lieben und geliebt zu werden. Egal, ob du aus Schweden, Russland, Indien, Syrien, Mexiko, Deutschland oder Burkina Faso kommst. Wie viel Liebe ist um dich herum? In deinem Leben und in deiner Umgebung? Mach dich auf die Suche und finde Liebe!

    Tipp:

    Es gibt Situationen, die uns daran zweifeln lassen, dass es noch Liebe in der Welt gibt. Stelle dich an einen Ort mit Menschen – einen Bahnhof, Flughafen oder einem anderen belebten Platz in deinem Ort. Schaue dich um und beobachte die Menschen, die z. B. in Züge ein- und aussteigen, sich verabschieden oder verabschiedet werden, ankommen oder willkommen geheißen werden. Dann wirst du sehen, wie viel Liebe um uns herum ist.


  • Fastentipp 1 – Gestalte Zukunftszeit!

    Du machst dir Gedanken, wie die Zukunft aussehen kann. Du siehst so viel Ungerechtigkeit, Hass, Krieg und Streit in der Welt. So viele Dinge, die du eigentlich gar nicht sehen möchtest. Aber sie sind da. Und was machst du? Steckst du den Kopf in den Sand? Hältst dir die Augen zu? Oder schaust du hin? Versuchst du, etwas an diesen Situationen zu ändern?

    Circa 65 Millionen Menschen sind zurzeit weltweit auf der Flucht (vgl. UNHCR). Sie mussten ihre Heimat verlassen und stehen hier vor einem Neubeginn. Fühlen sie sich willkommen und in Sicherheit? Was kannst du tun, wenn Menschen den Geflüchteten nur mit rechten Parolen und nationalistischen Ansichten begegnen?

    Setze Zeichen! Zeichen, dass du an eine bunte Gesellschaft glaubst, an eine Gesellschaft, die solidarisch ist und Nächstenliebe lebt!

    Tipp:

    Der BDKJ hat die Aktion „Zukunftszeit – gemeinsam für ein buntes Land“ ins Leben gerufen. Im Vorfeld der Bundestagswahl (März bis September 2017) soll Zeit und Engagement für ein buntes Land gesammelt werden. So soll deutlich werden, was junge Menschen sich für unser Land in den kommenden vier Regierungsjahren und darüber hinaus wünschen. Erste Ideen, Methoden und Impulse findest du auf der Homepage des BDKJ.

    Die Dauer jeder Aktion (Aktionen für die Integration von Geflüchteten und/oder Widersprechen durch konkrete Aktionen jeder Form von Menschenfeindlichkeit) wird gezählt und summiert. Dabei zählt der (zeitliche) Einsatz der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

    Vielleicht ist diese Aktion auch eine Aktion für dich (deine Freundinnen und Freunde und/oder Familie) um Zeichen zu setzen, in welcher Gesellschaft du in Zukunft leben willst!